Am nächsten Tag starteten wir von unserer Unterkunft, wieder einmal mit dem Taxi, Richtung Cayo – Santa Maria. Der Reflex nach dem Anschnallgurt zu greifen, ist immer noch vorhanden – leider vergebens.
Ich fand es erstaunlich, wie weit man auf das offene Meer hinausfahren kann. Nach ca. einer Stunde haben wir unser Ziel erreicht. Türkisfarbenes Meer, weiße Strände und, wer hätte das gedacht, kein Tourist weit und breit. Bis auf ein, zwei Hotels waren alle Hotelanlagen geschlossen – unser Glück. Wir hatten den Strand für uns komplett allein. Ein Traum. Ich war tatsächlich noch nie an einem so schönen Strand.
Obwohl aktuell auf Kuba Winter ist, hat es die Sonne wirklich in sich. Ausgestattet mit 50er Sonnencreme, langen Sachen und Schattenplätzen haben wir einen wunderschönen und entspannten Tag am Strand verbracht. Pünktlich 17 Uhr wurden wir wieder von unserem Taxi abgeholt. Unser Taxifahrer hat sich in der Zeit reichlich mit Cornflakes eingedeckt.
Als wir wieder in unserem Hostal Doña Tata angekommen waren, war unsere Gastgeberin dabei unser Essen vorzubereiten – Hühnchen mit Kartoffelbrei und Salat, vorweg eine Suppe mit Maniok (?). In der Zwischenzeit hatten wir die Gelegenheit mit Alexander zu sprechen. Er erzählte uns von seinem Herzensprojekt: ein Naturkundemuseum in Caibarien zu errichten


Daran arbeitete er mit einem Mitarbeiter bereits seit 5 Jahren. Sein Wunsch ist es, insbesondere den Kindern, ihre Umwelt und das Bewusstsein dafür näher zu bringen. Teilweise ist es wirklich so, dass die Kubaner ihren Müll einfach vor die Tür oder aus dem Auto schmeißen. Ebenso interessant war es zu erfahren, wie hier bestimmte Dinge staatlich geregelt sind. Beispielsweise dürfen Milch, Kaffee oder Schweine nicht von Privatperson an Privatperson verkauft werden sondern müssen an den Staat weiterverkauft werden. Ebenso dürfen keine Kühe geschlachtet werden, da jede Kuh in den Augen des Staates Milch produzieren kann und somit wertvoll ist. Allerdings lohnt sich die Haltung von Kühen und somit die Milchproduktion für die Kubaner kaum, da der Weiterverkaufspreis an den Staat so gering ist.
Edit Enno: Während Elisa nach dem Essen die Augen zufielen, nahm ich Alex‘ Einladung zum kubanischen Rum gerne an und saß mit ihm bis kurz vor Mitternacht und diskutierte über Gott und die Welt, Biodiversitätsdatenbanken und Wasserstofftechnologien. Er konnte mir vor allem zur Biologie (er hatte sich in Deutschland lange mit Taxonomie(?) beschäftigt) viel erzählen und hat möglicherweise schon mehrere neue Wegwespenarten auf Kuba entdeckt.
