Nach Mantanzas sollte es Richtung Caibarien gehen – Cayos, Strand, Sonne, Meer. Karibik halt. Die Unterkunft hatten wir schon bei einem ausgewanderten Deutschen gebucht und war damit fix. Die Frage war nur, wie wir dorthin kommen. Am Vortag war die Erkundigung am Busbahnhof bereits ernüchternd gewesen. Viazul, die Touristen-Buslinie („teurer“, aber dafür mit Fahrplan) würde uns nur bis Santa Clara fahren (liegt auf dem Weg, aber war ja nicht unser Ziel) und das auch nur um 9 Uhr abends. Wobei natürlich auch die angekündigte Abfahrtszeit von 21 Uhr mit Vorsicht zu genießen wäre. Taxis colectivos gäbe es auf dieser Strecke nicht und die Busse für Kubaner würden nicht Richtung Osten sondern eher nach Havanna fahren – alles etwas schwierig.

Unser Gastgeber konnte uns aber selbstverständlich ein privates Taxi organisieren. Nicht unsere erste Wahl, aber bei nur 2 Wochen Kuba möchte ich keinen ganzen Tag in Mantanzas verbringen (Entschuldige Mantanzas). „Früh“ um 9:30 Uhr gings los, wobei wir durch die Zeitumstellung schon ab 6 Uhr putzmunter waren. Wie schon am Flughafen wartete ein alter Chevrolet auf uns – Kuba wie man es sich vorstellt. Von Abgasgrenzwerten hat aber zumindest dieses Modell noch nichts gehört. Doch wir wollen mal die Arbeit in Deutschland lassen.

Roly fuhr uns sicher bis nach Santa Clara. Dort angekommen war unsere erste Wahl wieder die lokale Omnibusstation, denn die Stadt hat zwar ein großes Che-Museum, aber sonst nur wenig zu bieten. Doch auch diese Busstation konnte uns quasi keine Busverbindungen anbieten. Nur Richtung Havanna bzw. nach Santiago de Cuba würde es gehen. Also: Taxi. Ich (Enno) verhandelte wie ein Weltmeister, drückte den ersten angebotenen Preis um 50%, aber er (der Taxifahrer) sagte zum neu verhandelten Preis sofort ja – wieder eine Lektion gelernt. War wohl doch noch ein Wucher. Remedios sollte es sein. 10 km vor Caibarien gelegen, aber etwas größer, wollte ich mich hier nach Mietwagen/ Mietroller erkundigen, damit wir die Cayos unabhängig erkunden konnten. Aber, kein Wagen, kein Roller verfügbar. Irgendwie hatte ich mir das einfacher vorgestellt… Nun ja, nach einem kleinen Stop am Pina Colada Stand mit dem zweiten No-Go aus dem Reiseführer (keine ungeschälten oder ungebratenen Früchte/ Gerichte an Straßenständen kaufen) ging es per Tuk-Tuk weiter nach Caibarien. Der deutsche Auswanderer Alexander und seine kubanische Frau begrüßten uns ganz herzlich an unserer Unterkunft und das Ziel war erreicht. Ein kurzer Spaziergang zum Malecon und zum empfohlenen Restaurant La Carolina (typisch kubanisch) beendete den Tag.

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