Raus aus dem Amazonasgebiet ging es am nächsten Tag per peruanischem Flieger nach Lima. Obwohl Elisa nun wirklich nicht gerne fliegt und es zudem ihr Geburtstag war (30+2 Jahre), stimmte sie zu, den Tag zumindest teilweise im Flieger zu verbringen. Ich denke, die Alternative Boot hatte hier einen großen Anteil. In Lima angekommen, gings schnellstmöglich (= 1 Stunde) zum AirBnB und wieder raus nach Miraflores, einem für seine vielen Restaurants/ Bars/ schönen Straßen bekannten Viertel. Und tatsächlich war es nach den Monaten in optisch z.T. heraufordernden Städten und Dörfern eine erholsame, angenehme Erfahrung. Man hätte in Madrid sein können – nur liegt Lima spektakulär am Pazifik mit einer ausgeprägten Wellenreitkultur. Wir verbrachten unsere 3 Tage mit leckerem Essen, dem Versuch eines Musicalbesuchs über die Geschichte Perus (fiel leider wegen Coronainfektion eines Darstellers aus – und wir hätten keine Tickets mehr bekommen), dem Durchstreifen des historischen Viertels (viele alte koloniale Gebäude, wer hätte es gedacht) und von Barranco (dem ebenfalls hübschen und coolen Hipsterviertel), dem Besuch des magischen Wasserparks (Lichtshow auf Wasserfontäne – ziemlich cool und spektakulär) und kleiner Shoppingtour zum Auffüllen der Kleidungsvorräte. Der Deal ist wie immer: Gekauft werden darf, was in den Rucksack passt. Elisa hat da inzwischen etwas Probleme, denn die geliebte Schiffshängematte von unser unvergesslichen Bootsfahrt nach Iquitos hatte es ins Gepäck geschafft.

Die Großstadt schlug natürlich etwas auf den Geldbeutel, aber ich muss zugegeben, dass auch ich die „einfachere“ touristische Erfahrung in Lima etwas genoss. Es gab z.B. Uber, was es für den Durchschnittstouri deutlich einfacher macht. Ziel raussuchen, buchen, fahren, ankommen. Keine Preisverhandlung mit ungewissem Ausgang, keine Verwirrung bis zum Ziel, keine „Empfehlungen“ vom Fahrer. Auch kam man mit Englisch (endlich mal) relativ weit.

Lima hat uns durch und durch positiv überrascht. Das Einzige, was etwas auf das Gemüt schlägt: Lima wird von einem permanenten Nebelschleier umhüllt. So stelle ich mir eine Smog-Decke vor.

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