Nachdem wir ein paar schöne Tage in Lima verbracht hatten, flogen wir weiter in den Osten, nach Cusco. Cusco liegt auf ca. 3.400 m Höhe und jeder Reiseführer empfiehlt 2-3 Tage zur Akklimatisation in der Stadt zu verbringen. Auf dem Weg zu unserer Unterkunft mussten wir ca. 100 Meter einen etwas steileren Hang bewältigen. Enno und ich schnauften um die Wette – da merkten wir wie hoch wir waren. Den ersten Tag verbrachten wir in der Innenstadt mit Kaffee trinken und Angeboten für den rainbow mountain (Vinicunca) und den Salkantay- bzw. Lares-Trek (hier waren wir uns noch uneinig) einholen. Cusco gefiel mir, obwohl es extrem touristisch war. Aber von hier aus beginnen nun mal alle Touren zu den nahegelegenen Highlights.

Die Abende in Cusco waren eisigkalt – wir (Elisa) liefen mit mindestens 4-5 Kleidungsschichten draußen herum. In unserer Unterkunft gab es zum Glück eine gasbetriebene Standheizung und ich hatte bereits am ersten Tag ein hübsches Stirnband ergattern können.

Für den zweiten Tag hatten wir uns für eine Tagestour zum Vinicunca (aka Rainbow Mountain) angemeldet. 4.50 Uhr (morgens) kam der Bus. Während der Busfahrt erklärte uns unser guide Mariza, dass der Regenbogen-Berg noch gar nicht so lang touristisch erschlossen sei. Denn bis vor wenigen Jahren wäre der Berg noch mit Schnee bedeckt und die gewaltigen Farben darunter verborgen geblieben. Durch den Klimawandel verschwand der Schnee und die Touristen kamen. Ziemlich traurig, wenn man darüber nachdenkt. Allerdings meinte Mariza auch, dass von dieser Touristenattraktion das nahegelegene Dorf profitieren konnte, u. a. mit dem Bau von Schulen, da in dem besagten Dorf der Eintritt für den Berg gezahlt werden musste.

Nach einer ca. 3-stündigen Fahrt, inklusive eines Frühstücks in einem auf dem Weg liegenden Restaurant, kamen wir am Fuße des Berges an. Der Weg war zunächst flach, sodass Enno und ich gut vorankamen. Links und rechts vom Weg gab es immer wieder kleinere Stände, welche Coca-Bonbons, Coca-Tee und eine stark nach Alkohol riechende Flüssigkeit verkauft haben. Unser guide Mariza kippte uns etwas von dieser Flüssigkeit auf die Hände und sagte, wir sollten es gut in den Händen verteilen und tief einatmen. Dies solle wohl gegen die Höhenkrankheit helfen. Schon zu Beginn des Weges sahen wir immer wieder ein paar Touristen schnaufend auf dem Boden sitzen. Langsam ergab es auch Sinn, warum ständig allen Touristen Pferde zum Transport angeboten wurden.

Nach einer gefühlten Ewigkeit und unzähligen Pausen kamen wir endlich oben auf dem Berg an: 5.000 m Höhe. Die Farben des Berges waren wirklich wunderschön: rot (Eisen), grün (Kupfer), blau/schwarz (Silber), gelb (Zink) (Angaben ohne Gewähr) – ein tolles Naturwunder. Allerdings konnte ich den Anblick nur halb genießen, da ich mit Kopfschmerzen und Übelkeit zu kämpfen hatte. Der Rückweg und die Fahrt nach Hause waren für alle anstrengend. Kaum in unserer Unterkunft angekommen, legte ich mich für den Rest des Tages ins Bett. Erst als unsere online bestellte Sushi-Lieferung ankam, war ich wieder putzmunter 😊 Fortsetzung folgt…

 

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