Nach Mindo hatten wir für uns festgestellt, dass das mit den Tagesausflügen von Quito aus doch alles etwas länger dauert. Es funktioniert alles und ist auch günstig (kein Vergleich zu Kuba…) aber die Busfahrten über Serpentinen brauchen seine Zeit. Wir entschlossen uns daher unseren nächsten Stopp in Otavalo (Highlight: großer, bunter Markt) mit zwei Übernachtungen zu verbinden. Außerdem waren wir uns einig, dass wir 7 $ für eine (schnelle) Taxifahrt zum Busbahnhof übrighaben. Beide Maßnahmen waren so erfolgreich, dass wir schon gegen 10/ 11 Uhr in unserer kleinen Absteige im Herzen Otavalos ankamen und direkt auf den Markt konnten. Um 11:18 Uhr gab es für Elisa den ersten Snack in Form von fünf gekochten Wachteleiern. Enno gönnte sich lieber eine Portion gebratene Kartoffeln mit Würstchen und Ei – es kamen fast Erinnerungen an Deutschland auf 😉

Auf dem Markt war fast alles zu finden – von billigen Plastik-Souvenirs und echtem Kunsthandwerk über Töpfe und Nähgarn bis hin zu Obst, Gemüse und gebratenen Leberstückchen. Achja, Armbänder und Kettchen gab es auch – Elisa konnte einfach nicht widerstehen. Für mich gabs einen neuen Pullover (eine Mischung aus modernem Hoodie und traditionellem Poncho) und drei Jonglagebälle – ich habe auf unserer Reise bestimmt mal Zeit zu üben. Nach einem leckeren und sehr günstigen Abendessen vom Straßenrand ging es ins Bett mit grobem Plan für eine kleine Wanderung am nächsten Tag.

Nach spätem Frühstück im nahen Café und einem ausgiebigen Regenschauer startete die Wanderung um die Laguna Cuicocha etwas verspätet, aber wir wollten uns die Runde um den See innerhalb des Vulkankraters nicht nehmen lassen. Die Rundenzeit wurde mit 4-5 Stunden angegeben und Start war gegen 14 Uhr. Trotz angekündigtem Sonnenuntergang gegen 18:30 Uhr waren wir optimistisch die Runde zu schaffen. Wir starteten mit tollem Ausblick auf die zwei Inseln inmitten des Vulkansees und Wolkenformationen in der Ferne auf der anderen Seite des Sees. Nach 1/3 des Weges standen wir in den schon vorher gesehenen Wolken, die uns – mit einigen Ausnahmen – auch nicht mehr verließen. Wir wollten die Runde trotzdem beenden und so wurde es gegen Ende eine etwas schweißtreibende Angelegenheit, da das Licht schneller abnahm als gedacht. Doch schlussendlich erreichten wir unseren (schon etwas hektischen) Taxifahrer gegen 18:15 Uhr, der uns schon (so meinten wir es verstanden zu haben) als verloren gemeldet hatte. Er sagte mit Nachdruck: Elisa, es muy frío (auf dem Krater). Ende gut, alles gut. Aber bei der nächsten Wanderung brechen wir etwas früher auf 😉




















