Da uns Mindo bei unserem Tagesausflug sehr gefallen hatte, ging es mit dem Bus ein zweites Mal in den Nebelwald. Nach der zweistündigen Fahrt sind wir wohlbehalten in unserer Hosteria Saguamby angekommen. Da es scheinbar bei der Buchung einen kleinen Fehler gab, wurden wir für die erste Nacht in der VIP-Unterkunft untergebracht – na so ein Jammer aber auch. Ich war mehr als begeistert. Ein riesengroßes Zimmer direkt am Fluss mit Pool, einem kleinen Balkon und mehreren gemütlichen Sitzgelegenheiten. Enno und ich packten die Bücher aus und machten es uns bequem.

Da es am Abend ziemlich stark regnete, sind wir zur erstbesten Essmöglichkeit geflüchtet. So gab es für uns an diesem Abend Arepas – eine argentinische Spezialität bestehend aus Maistaschen. Fazit: war ok.
Am folgenden Tag ging es für uns mithilfe von zwei Seilbahnen in die Berge. Ehrlich gesagt, ist mir das Herz mehr als einmal in die Hose gerutscht. Höhe ist ja gar nichts für mich. Und als die erste, in meinen Augen die nicht ganz so vertrauenswürdigere, Seilbahn am höchsten Punkt stehen blieb, habe ich mir die schlimmsten Szenarien ausgemalt. Nach kurzem Geschaukel ging es dann aber für uns weiter. Die Aussicht hat sich mehr als gelohnt. Es war schön anzusehen, wie die Nebelschwaden über die Wälder zogen. Zur Information für alle Motorbegeisterten: Die zweite Seilbahn wurde durch einen Nissan 2002-Motor angetrieben. Enno war ganz fasziniert 😊

Nach einem kurzen Auf- und Abstieg erreichten wir nacheinander alle vier Wasserfälle. Unter dem letzten Wasserfall gönnte sich Enno ein ausgiebiges Bad. Im strömenden Regen arbeiteten wir uns dann wieder Richtung Seilbahn vor. Als wir klitschnass (vom Regen als auch vom Schweiß) oben an der Seilbahnstation angekommen waren, warteten wir den Regen mit einer heißen Schokolade und einem Kaffee geduldig ab. Irgendwann wurde der Regen weniger und ich nahm die Herausforderung ein zweites Mal an – Ende gut, alles gut.
















