Nachdem sich Enno in einer von einem Engländer geführten Bücherei mit einem neuen Buch eingedeckt hat, sind wir mit dem Besitzer in ein kurzes Gespräch gekommen. Er empfahl uns bestimmte Ortschaften in der Umgebung, unter anderem Mindo. Mindo wurde in unserem Reiseführer ebenfalls angepriesen. Also machten wir Nägel mit Köpfen und planten einen Tagesausflug in das ca. 2 Stunden entfernt gelegene Mindo. Kurz nach halb acht am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg zur nächsten Bushaltestelle, um zum etwas abseits gelegenen Busbahnhof zu gelangen. Jedoch gestaltete sich das Busfahren komplizierter als gedacht, da der Bus C5 einfach nicht kam. Also disponierten wir um und nahmen einen anderen Bus. Das kostete uns am Ende doch ziemlich viel Zeit. Am Busbahnhof angekommen, waren wir kurz irritiert, da plötzlich alle Personen an den verschiedenen Ticketschaltern anfingen zu brüllen und hektisch zu wedeln – kurzzeitig kam ich mir vor, als wären wir auf einem Basar. Unser Ziel Mindo konnten wir allerdings an keinem der offenen Schalter entdecken. Ein sehr freundlicher Security-Mann brachte uns dann zum richtigen Schalter. Mit den gekauften Ticktes saßen wir schließlich 10:45 Uhr im Bus. Nach der zweistündigen Busfahrt sind wir endlich in Mindo angekommen. So hatte ich mir Ecuador vorgestellt: hügelig, tropisch und grün. Mindo ist eine sehr kleine, mittlerweile durchaus touristische, gemütliche Stadt, welche von Bergen umgeben ist. Vor Ort erkundigten wir uns nach unserem Bus zurück nach Quito – 16.30 Uhr fuhr der letzte Bus. Also nutzten wir die Zeit und stiefelten zur Schmetterlingsfarm. Auf unserer Route dahin kreuzte ein Capybara / Wasserschwein (wir sind uns nicht ganz sicher) unseren Weg. Die Schmetterlingsfarm fand ich wirklich beeindruckend – so viele bunte, kleine und große Schmetterlinge. Wahnsinn. Auf dem Rückweg haben wir uns ein nettes Cafe gesucht, in dem wir ein Stück Bananenkuchen verdrückten – mhhhh. Leider verging die Zeit in Mindo sehr schnell. Enno und ich beschlossen in wenigen Tagen für einen längeren Aufenthalt wiederzukommen.
Auf der Rückfahrt machten sich die zwei Kaffees dummerweise bei mir bemerkbar. Toiletten im Bus? Fehlanzeige. Nachdem Enno mir sagte, dass wir noch eine Stunde fahren müssten, brach bei mir der Schweiß aus. Es nützte alles nichts. Das Ende vom Lied war, dass wir den Busfahrer baten schnellstmöglich anzuhalten. Unser Bus stoppte an einer Tankstelle, direkt neben dem „Äquatormonument“ – La Mitad del Mundo (durch San Antonio verläuft der Äquator). Wirkliche Beachtung konnte ich dem Monument allerdings nicht schenken. Nach einer entleerten Blase und einer weiteren Stunde Busfahrt sind wir wieder gut in unserer Unterkunft angekommen.













