Nach einer kleinen Odyssee mit Boot (Isla del Sol – Copacabana), Bus, Fähre, Bus erreichten wir La Paz. Schon bei der Anfahrt merkten wir, dass diese Stadt einfach aus seinem ursprünglichen Tal hinausgewachsen war und jetzt auch die (steilen) umgebenden Berghänge bewucherte. Leider stand die Optik der kleinen, gedrungenen Ziegelbauten nicht besonders im Fokus der Erbauer, sondern wohl eher der praktische Nutzen. Von den Seilbahnen, genannt Teleférico, die fast die gesamte Stadt miteinander verbinden, hatten wir einen tollen Blick über das gesamte Tal und sie brachten uns gleichzeitig zügig und ohne Stau zu unserer Unterkunft. Das AirBnb war ein schön eingerichtetes, altes Haus inmitten des modernen La Paz und wir hängten zwei weitere Tage dran, um die Stadt ausgiebig zu erkunden. Außerdem hatte ich (Enno) damit die Chance auf mein erstes und wahrscheinlich einziges Fußballspiel in Südamerika. Das Stadion (Estadio Olímpico Hernando Siles) lag 5 Minuten von unserer Unterkunft entfernt, mitten in einem Wohngebiet. Von einigen der umliegenden Hochhäuser hatte man tatsächlich einen Premiumblick in das Stadion hinein – das wird bestimmt bei der Miete mitberücksichtigt. Aber der Reihe nach. Am ersten Tag nach unserer Ankunft fuhren wir erstmal mit der Seilbahn (übrigens von der österreichischen Firma Doppelmayr gebaut) eine Runde über die Stadt, bevor wir das Zentrum mit Regierungssitz, Zentralbank, Kathedrale, allg. Markt, Hexenmarkt (bekannt für Kräuter und Magie, aber inzwischen wohl eher für Touri-Nippes), Cafés und Restaurants entdeckten. Elisa war wenig angetan. Die Stadt war, wie wohl zu erwarten war, voll mit Autos, Menschen, Verkäufern, ein paar wenigen Touris und Dreck. Es gab wenig Ruhepole (am ehesten konnte man die Ruhe in der Seilbahn genießen, aber da Elisas Höhenrespekt durchkam, war das auch nichts für sie…) und die Highlights der Stadt waren jetzt auch nicht so beeindruckend. Außerdem gab es kaum Grünflächen.

Am zweiten Tag standen wir spät auf, fuhren entspannt zu einem doch ganz netten Café in die Stadt zum späten Mittagessen und gönnten uns am Abend einen Kinobesuch. Popcornkino vom Feinsten mit Jurassic World: Ein neues Zeitalter. Es war der einzige Film in Originalsprache (mit spanischem Untertitel), damit war die Wahl schnell getroffen.

Am dritten Tag dann das anfangs erwähnte Fußballspiel mit Bolivar (aus La Paz) gegen Blooming (aus Santa Cruz de la Sierra). Die Teams aus La Paz haben dabei durch die Höhe des Stadions (3600 m) immer einen Vorteil bzw. das Gästeteam einen Nachteil. Ich weiß nicht, ob es daran lag, aber Bolivar schickte Blooming mit 4:0 nach Hause. Passend dazu skandierten die Fans Ciao-Blooming und winkten etwas schadenfroh in die Gästekurve 😀 Ein sehr schöner Abend.

Weiter ging es am nächsten Abend mit dem luxuriösen Nachtbus nach Uyuni in die Salzwüste.















