Eigentlich hatten wir gar nicht vor länger als einen Tag in Guayaquil zu bleiben. Die Stadt sollte nur als Sprungbrett für die Galapagosinseln dienen. Da unser erster Versuch den Flug auf die Inseln zu buchen scheiterte (wir bekamen am eigentlichen Abflugtag, am 12.04., vormittags die Stornierung), buchten wir kurzfristig für den nächsten Tag (13.04.) einen neuen Flug. So ergab es sich, dass wir statt einer Nacht zwei Nächte in Guayaquil verbrachten.
Ich muss gestehen, dass ich der Stadt gegenüber etwas voreingenommen war. Linda erzählte uns, dass es keine sonderlich schöne Stadt sei und die Kriminalität höher wäre als im Rest des Landes. Im Reiseführer stand nichts sonderlich Aufregendes. Außerdem gab es letztes Jahr im September große Aufstände im Gefängnis, bei denen sich 120 Insassen gegenseitig umbrachten. Erst mit Hilfe von 800 Polizisten und 200 Soldaten konnte die Lage unter Kontrolle gebracht werden. Auch keine sehr hilfreiche Information.
Nichtsdestotrotz haben wir in den zwei Tagen auch die schönen Ecken von Guayaquil entdecken können. Der Malecon lädt zum Spazieren ein – mit Blick auf den Fluss „rio guayas“ und auf die darüber führende Seilbahn, welche die zwei Städte Guayaquil und Duran verbindet. Ebenso beeindruckend war die Sicht vom Leuchtturm auf die beleuchtete Stadt. Der Weg dahin war zwar ganz schön steil und anstrengend aber gelohnt hat es sich allemal. Am Ende hatten wir zwei nette Tage in Guayaquil bevor es auf die heiß ersehnten Galapagosinseln ging.







