Unsere Unterkunft war wieder etwas außerhalb vom Stadtzentrum aber diesmal leider nicht besonders ruhig auf Grund des nahegelegenen (Diesel-)Kraftwerks und der vorbeiführenden Hauptstraße. War auf der Buchungsseite jetzt nicht so angegeben 😉 Aber halb so wild, nachts war es dann tatsächlich nicht mehr so schlimm. Dazu war das Zimmer groß, die Dusche heiß, das Frühstück ok und der Poolbereich quasi nie besetzt. Da wir hier 8 Nächte verbringen wollten, waren vor allem die ersten beiden Punkte wichtig.
Die Stadt (Puerto Ayora) war deutlich größer als sein Pendant auf San Cristobal. Damit gab es natürlich eine größere Auswahl an Cafés, Restaurants und Touri-Nippes-Geschäften, aber auch mehr Verkehr, Trubel und Touristen.
Enno gönnte sich in dieser Zeit noch einmal einen weiteren Tauchgang. Ich dagegen verzichtete auf einen weiteren Schnorcheltrip, da ich allerhand Tiere vom Hafen aus beobachten konnte und mir zugegebenermaßen beim letzten Schnorchelausflug etwas übel geworden ist. Enno berichtete einige Hammerhaie gesichtet zu haben. Etwas neidisch war ich schon. Ansonsten haben wir auf der Insel viel gefaulenzt, sind von Strand zu Strand und von Café zu Café gezogen. Außerdem war es für Enno wieder an der Zeit sich die Haare frisieren zu lassen 😉

Während wir auf der Insel verweilten, ereignete sich direkt vor unserem Hafen ein Unglück. Ein Touristenboot mit schätzungsweise 7.500 l Dieselkraftstoff ist gesunken. Ennos Tauchlehrer vermutete einen Versicherungsbetrug – wer weiß. Vom Ufer aus waren die gelb-orangefarbenen Barrieren zu sehen, um den Treibstoff einzudämmen. Irgendwie ist das alles sehr abstrus – auf der einen Seite wird sehr viel für die Inseln hinsichtlich des Umweltschutzes getan. Es ist alles sauber, reglementiert und bei der Ankunft am Flughafen muss jeder Tourist 100 Dollar zahlen, was wiederum dem Schutz der Inseln zugutekommt. Auf der anderen Seite sinkt ein Schiff mit Treibstoff und man fragt sich: Ist das alles für die Katz?

Jedenfalls war ich überglücklich und sehr dankbar dafür diese Artenvielfalt sehen und erleben zu dürfen – ein unvergessliches Erlebnis. Am letzten Abend wurde ich dann auch noch belohnt. Am Hafen haben wir in der Regel kleine Schwarzspitzenriffhaie oder Schwarzspitzenhaie (wird sind uns nicht ganz sicher) sehen können (schätzungsweise 40 cm). Aber am letzten Abend kam ein Hai in den Hafen geschwommen, der ca. 2 m groß war. Neben den Schildkröten und den Goldrochen war das für mich ein absolutes Highlight.

- Dieser Vogel hatte gar keine Berührungsängste
- Der frische Fang wird an Land gezogen
- Echse auf Echse
- Meerechse























