Heute sollte es nach Chichen Itza gehen. Ich muss zugeben, dass meine Vorbildung bisher aus den Infos bestand, die in den natürlich immer historisch akkuraten Computerspielen untergebracht worden ist. Den Rest sollten Artikel von Wikipedia liefern – ein bisschen Bildung muss dann doch sein. Es ging früh los, wir wollten den Touristenströmen und der Sonne möglichst entgehen. Um 7:30 Uhr fuhr unser Kleinbus und um 8:30 Uhr standen wir vor dem Monument. Leider nicht alleine, denn dieser Montag war ein nationaler Feiertag und der Tag der Tag- und Nachtgleiche, welche für Chichen Itza wiederum eine besondere Bedeutung hat. Zum Glück verteilten sich die Menschen etwas über die große Fläche und es kam nach dem Eingangsbereich kein Sardinengefühl mehr auf. Für mich war der besondere Reiz nicht so sehr die absolute Größe der Bauwerke, sondern mehr das Herausragen der Bauten inmitten des Dschungels. Ich hoffe, es kommt auf den Bildern wenigstens etwas rüber. Was nicht auf den Bildern ist, sind die Massen von Souvenirverkäufern, die Chichen Itza bevölkern. Es scheint hier kein Limit zu geben und auf jedem Weg schallt einem „Hola! Hola! One Dollar, one Dollar, only one Dollar…“ entgegen. Manche Händler schauen dabei z.T. noch nicht mal vom Handy hoch, wenn Sie einen Touri im Augenwinkel sehen und spulen ihr Rufen quasi automatisch ab. Ziemlich nervig. Vor allem, da der Kitsch noch nicht mal sehr hübsch anzusehen war.

Das ganze Areal ist doch etwas weitläufiger und so waren wir bis kurz vor 12 Uhr beschäftigt. Anschließend flüchteten wir aus der Hitze zurück nach Valladolid. Uns kamen trotz der inzwischen hohen Temperaturen noch Menschenmassen entgegen, die wohl resistent gegen die mexikanische Sonne waren – oder die Armada von Krankenwägen und Erste-Hilfe-Zelten vor dem Eingang wurde sehr bewusst aufgefahren.

Zurück in Valladolid umgingen wir die Mittagshitze mit einem Mittagsschlaf und genossen den Abend im Garten eines veganen Restaurants. Unser Gastgeber meinte zwar, dass das mit diesem veganen/ vegetarischen Kram jetzt nicht so sehr in der mexikanischen Kultur verankert sei und deshalb wohl hauptsächlich von Touristen besucht wird, aber sei es drum. Schön war unser letzter Tag in Mexiko trotzdem.

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