Nachdem wir einige schöne Tage bei Linda und ihrem Hund Reina verbracht hatten, entschieden wir uns weiter in den Süden zu reisen – zu Thermalquellen und noch mehr Wasserfällen. Unser Bus fuhr uns bis Baños. Da Baños, laut Reiseführer, mittlerweile doch sehr touristisch sein sollte, pickten wir uns eine etwas weiter entfernte, in den Bergen gelegene, Hütte heraus. Dort begrüßte uns Danny und zeigte uns seinen Garten, aus dem wir all das Gemüse und Obst verarbeiten und vernaschen durften. Nachdem wir nun sehr oft auswärts gegessen oder uns bekochen lassen haben, wollten wir endlich mal wieder selber den Kochlöffel schwingen. So gab es in den kommenden Tagen Nudeln, Omelett, Fisch und Reis mit Gemüse.
Edit Enno: Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass es ein ganzer (bereits ausgenommener) Fisch war, den wir ohne große Ahnung zu einem perfekten Abendessen verarbeiteten. Wir sind definitiv ein Koch-Level aufgestiegen an diesem Abend.

Während unseres Aufenthaltes nahmen wir uns für drei Tage einen Mietwagen. Das erste Ziel war „la casa del arbol“ – dort auf dem Berg konnte man in schwindelerregender Höhe über dem Abgrund schaukeln – tatsächlich ist uns dabei auch etwas übel geworden. Da Baños für seine umliegenden Thermalquellen bekannt ist, dachten wir, wir könnten den Tag mit ein wenig Wellness ausklingen lassen. Also fuhren wir ins „el refugio“. Irgendwie müssen wir etwas überlesen haben. Jedenfalls handelte es sich nicht um eine Thermalquelle, sondern um ein gewöhnliches Schwimmbad, in dem wir, witzigerweise, eine Badekappe tragen mussten. Nichtsdestotrotz hatten wir einen schönen Nachmittag mit einem tollen Ausblick auf den sich durch die Berge schlingernden Fluss.

Am darauffolgenden Tag fuhren wir ein ganzes Stück mit dem Auto durch die Berge. Ziemlich viele Serpentinen. Nach ca. 2,5 Stunden erreichten wir die Stadt Guamote. Dort sollte es einen weiteren Markt geben, der allerdings im Gegensatz zum Markt von Otavalo, kaum von Touristen aufgesucht wird. Hauptsächlich war die indigene Bevölkerung mit ihrer sehr schönen und farbenfrohen traditionellen Kleidung anzutreffen. Angeboten wurden hauptsächlich die Dinge des täglichen Bedarfs also Obst, Gemüse, Fleisch und dazu einige Kleidungsstände. Ein wenig unwohl habe ich mich dennoch gefühlt, da man doch sehr beäugt und hin und wieder mit einem Grinsen als „gringo“ (Ausländer) bezeichnet wurde. Aber als wir uns mit unserem Essen an den Rand gesetzt haben, wurden wir ignoriert und konnten dem Markttreiben folgen. Am Nachmittag ging es dann über die Autobahn wieder zurück in unsere Unterkunft mit einem fantastischen Blick auf die Berge, welche, während des Sonnenunterganges, orangefarben angeleuchtet wurden.

- Unsere Unterkunft
- Vulkan Tungurahua
- La Casa del Arbol
- Unser Abendbrot: Forelle




















