Am letzten Tag in Mindo gabs neben einer kleinen Tubing-Tour den Fluss hinunter noch genug Zeit die Hängematte im Dauerversuch zu testen und unsere Bücher weiter zu schmökern. Nebenbei fanden wir eine sehr schöne Unterkunft in der Nähe von Latacunga – südlich von Quito.

Da am nächsten Tag (unserem Reisetag) der Bus nach Quito nicht wie geplant um 11:00 Uhr, sondern erst um 15:15 Uhr fuhr (aufgrund eines Erdrutsches auf der Strecke), kamen wir in Lindas Unterkunft, der Casa Bonita, erst gegen 21 Uhr an. Besonders der Stau innerhalb von Quito auf dem Weg vom nördlichen Busbahnhof (La Ofelia, Ankunftsort aus Mindo) zum südlichen Busbahnhof (Quitumbe, Abfahrtort nach Latacunga) kostete uns mehr als eine Stunde.
Bei Linda angekommen, einer kommunikativen kanadischen Rentnerin/ Auswanderin gab es am Ankunftsabend erstmal einen grünen Salat aus ihrem Garten (Elisa hatte sich wirklich drauf gefreut) und viele Infos für unsere nächsten Tage in der Gegend. Wir genossen die drei Tage bei ihr entspannt mit kleinen Ausflügen nach Latacunga (eher unspektakulär), nach Quilotoa (ein Kratersee auf knapp 4.000 m) mit Zwischenstopp in Tigua (lokales indigenes Kunsthandwerkszentrum mit Julio Toaquiza als bekanntester Vertreter der Kunstrichtung) und in den Cotopaxi Nationalpark. In Letzterem stiegen wir bis zur Berghütte, el Refugio, auf 4.864 m auf – mit Sicherheit der höchste Punkt, an den wir bisher zu Fuß gegangen waren. Wobei wir anmerken müssen, dass der Parkplatz bereits auf ca. 4500 m war – die sportliche Herausforderung war also überschaubar. Außerdem waren wir nach zwei Wochen in den Anden schon akklimatisiert, die Höhe machte uns also nicht mehr so viel aus. Trotzdem holte ich mir zur Sicherheit in der Berghütte einen Tee aus Kokablättern – soll gegen Höhenkrankheit helfen. Geschmacklich nahe an grünem Tee.

Edit Elisa: Der Nationalpark Cotopaxi war für mich wahnsinnig beeindruckend. Endlose Weite, gekrönt durch den Vulkan mit seinem schneebedeckten Krater. Nebenbei haben wir Wildpferde gesehen und den Andenfuchs entdeckt. Auch die Laguna de Limpiopungo mit ihrem Rundweg war sehr schön. Wenn man Glück hatte, spiegelte sich der Vulkan im Wasser.
Ach ja, unser Fahrer Hugo begleitete uns mehr oder weniger auf den Vulkan. Er sagte, wir könnten schon mal langsam vorgehen, er könne mit seinen 65 Jahren nicht mehr so schnell. Die Wahrheit ist, er hat uns im Auge behalten, damit wir keine Probleme mit der Luft bekommen, denn die ist da oben doch etwas dünn. Er war super fit und hätte uns locker in die Tasche gesteckt. Er erzählte uns, dass er seit 18 Jahren Führungen anbietet und bis zu 3, 4 Touren (bis zum Refugio) in der Woche macht.

Unser Begleiter, Hugo
- Quilotoa – Vulkankrater
- El Refugio
- Cuy – Meerschwein
- Humitas


























