Schon bei Linda in Latacunga wurde uns ein besonderes Hostel Izhcayluma (gesprochen: Isch-kei-luma) in Vilcambama empfohlen. Es sei eine Oase der Ruhe mit tollen Massagen, schönen Wanderwegen und gutem (deutschem) Essen. Obwohl Elisa vom Wort Hostel abgeschreckt war (in ihrem Kopf poppten wohl gleich Bilder von Gemeinschaftsduschen und großen Gruppen englischsprachiger Traveller auf), war ich davon überzeugt und machte diese Unterkunft fest. Zum Glück, denn allein die zwei Massagen, die Elisa sich gönnte, sorgten für sehr gute Stimmung.

An meinem Geburtstag machten wir eine längere Wanderung über einen Grat mit tollen Ausblicken in das Vilcabamba-Tal und die Anden. Einzig der Rückweg durch ein (nahezu) trockenes Bachbett dauerte wegen der Spinnen, welche hier etwas größer als gewohnt waren, länger. Aber nach dem Geburtstagskuchen zum Frühstück (Schoko-Banane – Danke Elisa 🙂 ) war es vielleicht auch eine ganz gute Idee. Am nächsten Tag faulenzten wir in den Hängematten und planten die weiteren Tage.

In der Unterkunft trafen wir 3 weitere Reisende (Amerikaner), die zeitgleich mit uns die Reise nach Peru über den gleichen Grenzübergang weiterführen wollten. Wir standen also zu fünft um 9 Uhr morgens am Straßenrand und warteten auf den Bus, der uns in Richtung Süden bringen sollte. Er kam gegen 9:46 Uhr an. In Kombination mit einem an den Seiten offenen Bus und einem Taxi landeten wir abends in San Ignacio, der ersten größeren Stadt auf peruanischer Seite. Das Gran Hotel San Ignacio überraschte uns positiv (ich habe in dieser grenznahen Stadt mit keinerlei guter Unterkunft gerechnet) und nach einem Abendessen im nächstbesten Restaurant fielen wir nach einem langen Tag ins Bett.

Edit Elisa: Nachdem wir nun ca. 5,5 Wochen in Ecuador unterwegs waren, ist mein Fazit mehr als positiv. Das Land hat so viel zu bieten: Gebirge, Strand, Dschungel. Die Menschen hier sind so hilfsbereit und das obwohl ich ihnen nur ein paar Spanischbrocken hinschmeißen konnte. Und selbst in den Momenten, in denen die Kommunikation ganz scheiterte, nahmen die Leute uns praktisch an die Hand und führten uns zum gesuchten Ticketschalter oder hielten für uns den benötigten Bus an.
- Waldfund
- Grenzübergang: Ecuador – Peru

























