Nach zwei weiteren Minibusfahrten, inklusive eines Reifenplatzers, welcher aber fachmännisch routiniert repariert wurde, erreichten wir Chachapoyas. Die Kleinstadt liegt auf einem Hochplateau in den Bergen, was wir von unserem Balkon aus mit tollem Blick über die Gegend bewundern konnten. Wir hatten 4 Nächte gebucht und unternahmen in den nächsten Tagen einen Ausflug zum Yumbilla Wasserfall (zusammen mit Chris, einem der Amerikaner aus unserer letzten Station Vilcabamba) und dem Sonche Canyon – wahnsinnig beeindruckend. Die Stadt an sich hatte auch eine schöne Innenstadt mit Fußgängerzone und leckeren Restaurants.

Edit Elisa: Ach ja, als Enno und ich uns an einem Nachmittag auf der Plaza ausgerut haben, konnten wir sehen, wie ein mobiles 2er Impfteam unterwegs war und Passanten auf das Angebot einer Impfung angesprochen haben. Einige Fußgänger krämpelten ihre Ärmel hoch, kurze Desinfektion und schon wurde mitten auf der Plaza der Impfstoff verabreicht.

Am vierten Tag ging es weiter mit einem Minibus (wie auch sonst) in Richtung Osten mit Ziel Tarapoto, um dem Amazonasgebiet immer näher zu kommen. Aber erstmal 9 Stunden (plus eine Stunde Mittagspause) unbequemes Busfahren mit lauter peruanischer Popmusik mit Musikvideos auf voller Lautstärke. Ich kann mich nach dieser Fahrt durchaus als Kenner der lokalen Musikszene bezeichnen und muss sagen, dass die tänzerischen Einlagen der weiblichen Darsteller – unabhängig vom Liedtext – auf das Schwingen der Gesäßmuskulatur beschränkt ist. Die Musik dazu… naja, also obwohl sich kein Lied dem Titel nach wiederholte, kam es mir sehr eintönig vor.

Wir waren zumindest sehr froh am Ende angekommen zu sein. Die Unterkunft lag etwas am Rande der Stadt und war, mit Ausnahme des bellenden Hundes, zumindest annähernd ruhig. Ein besonderes Highlight war der westliche Supermarkt mit Import-Süßigkeiten und Nussauswahl. Man mag es kaum glauben, aber nach so vielen Wochen ohne Gummibärchen waren die sauren Glühwürmchen sehr, sehr willkommen! Nach einer mehr oder weniger erholsamen Nacht gings weiter per Sammeltaxi nach Yurimaquas, dem Startpunkt unserer Amazonaskreuzfahrt. Aber das ist eine Geschichte für den nächsten Blogeintrag.

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