Die letzte Station auf Kuba: Vinales. Vinales war in meinen Augen eine absolute Entschädigung für Havanna. Es war einfach traumhaft. Wir entdeckten die Natur endlich einmal größtenteils alleine, zu Fuß und in aller Ruhe. Die Sonne ließ uns am ersten Tag im Stich (wir standen einmal kurz im Wolkenbruch und suchten Unterschlupf im Schweinestall) aber die nächsten Tage waren gefüllt mit schönen Touren durch Tabakplantagen, Zuckerrohr-, Süßkartoffel- und Malangafeldern. Die Fotos sprechen für sich.
Edit Elisa: Für mich war Vinales einfach Erholung pur. Insbesondere unsere Tour mit unserem Guide zu einem Landwirt, der Tabak anbaut, war spitze. Wenn ich mich recht erinnere, gibt es nur eine Tabakpflanzenart, die für den „Inhalt“ einer Zigarre verwendet wird. Die verschiedenen Zigarren (Cohiba, Partagas, Romeo y Julieta, Montecristo etc.) unterscheiden sich einfach nur darin, welche Blätter (unteren, mittleren oder oberen) verwendet und in welchem Verhältnis sie gemischt werden – @Christian, falls ich Quatsch erzähle, korrigier mich bitte 😊 Ebenfalls interessant fand ich, dass Vinales zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Das wiederum bedeutet für die Landwirte, dass keine Pestizide und keine Maschinen eingesetzt werden dürfen – ziemliche Knochenarbeit.
Obwohl das Gebiet durch den Einsturz von riesigen (Karst-)höhlen entstanden ist (die auf den Bildern zu sehenden Berge sind die übrig gebliebenen Höhlenstützpfeiler) gibt es in der Gegend auch noch einige Höhlen, bei denen wir kleine, schlafende Fledermäuse in freier Wildbahn entdeckten. Warte mal, da war doch neulich etwas mit Fledermäusen und Menschen… Na egal. Wir hoffen, wir haben sie nicht zu sehr gestört. Abends fanden wir immer ein schönes Restaurant und an einem Abend konnte Enno sogar seine erste, vom Bauern gedrehte Zigarre im Mondlicht auf der Dachterrasse unserer Unterkunft paffen. Der Reisetag nach Mexiko kam viel schneller als gewollt (beim nächsten Besuch werden wir hier mehr Zeit verbringen und vor allem etwas Kletterequipment mitbringen – Es gab einige Sportkletterer an den Sandsteinfelsen, die offensichtlich viel Spaß hatten) und brachte uns über Havanna nach Cancun.
Der Abflug in Havanna war nochmal ein Erlebnis für sich. Der Check-In Schalter hatte bis zum Ende keine funktionierende Anzeige – man musste einfach hoffen, dass die anderen Menschen in der Schlange schon wussten, dass es der richtige Schalter ist. Teilweise war das nicht ganz so sicher, da eine Lautsprecheransage auf einen anderen Schalter verwies – die eine Hälfte der Schlage folgte und kam aber bald darauf wieder. Naja, wir waren irgendwann dran, checkten ein und stellten uns in die nächste Schlange. Diesmal die Visakontrolle. Da aber leider dauernd Passagiere, deren Flug bald ging vorgeschoben wurden, zog sich das auch. Aber am Ende war alles kein Problem – wir kamen gut in Cancun an und das Shuttle brachte uns anschließend in halsbrecherischem Tempo nach Tulum zu unserem Hotel.
- Herunterhängende Wespennester


































