Würde ich es nochmal tun? Nach einem kurzen Inlandsflug, den Tag in einer Stadt verbringen, um dann mit einem Nachtflug, Start 3 Uhr morgens, mit Umstieg direkt ein Mietauto zu holen und nochmal 6 Stunden durch das Chaos der Dominikanischen Republik bis in den ruhigeren Nordwesten durchzudüsen? Wahrscheinlich schon. Wir hatten beide keine Lust mehr auf Zwischenstopps und Unterkünfte, die praktisch auf dem Weg liegen. Die Ecke, die wir uns für unsere letzten 7 Tage ausgesucht hatten, lag weit entfernt vom Touristenrummel der Ostküste nahe der Stadt Cabarete. Es war schwer im Vorfeld, ohne Ahnung von der Insel, sich für eine Region zu entscheiden. Schöne Strände hat wohl jede Ecke und abgesehen von der Hauptstadt (Santo Domingo), sei auch alles sicher und gut zu bereisen. Da wir auch zum Abschluss kein All-Inclusive Hotel wollten, gab es ein kleines, aber sehr schmuckes Ferienhäuschen in einer Gated-Community. D.h. es gab einen bzw. sogar zwei Pförtner an der Schranke, eine Mauer um das Gelände und einen bewaffneten Wachmann auf Patrouille. Ein etwas merkwürdiges Gefühl, aber dafür war am Privatstrand der Community niemand unterwegs. Diesen besuchten wir mehrmals, dazu noch ein oder zwei Strände in der Umgebung. Dank Mietwagen konnten wir zum ersten Mal seit langem ganz spontan durch die Gegend düsen. Richtiges Urlaubsfeeling. Dazu Wärme, Sonne, Palmen, kühle Getränke im Schatten und Entspannung im kristallklaren, blauen Atlantik. Schon schön 🙂 Ich kann nicht abstreiten, dass ich es sehr genoss.

Ein Wermutstropfen waren aber sicherlich die Strände, die nicht an Hotels oder Gated-Communities angeschlossen waren oder für Touristen bewirtschaftet wurden. Hier lag nämlich sehr viel Müll herum, so dass wir uns nicht besonders wohl fühlten und uns dann doch wieder zu den anderen Touris oder wohlhabenden Dom.-Republikanern zurückzogen. Schade eigentlich…

Nach 7 Tagen ging es zurück für die letzte Nacht am Abflugort Punta Cana. Wir erwischten eine überteuerte Absteige in Strandnähe, was den Abschied von der Insel deutlich vereinfachte. Auch war der Strand mit Hotels, Apartmentgebäuden und nicht zuletzt übelriechenden Algenhaufen in Beschlag genommen – wir waren sehr froh, unsere Karibikzeit nicht hier verbracht zu haben. Abflug nach Europa in 3… 2… 1…

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