Tja, Havanna. Man sieht in der Stadt entweder ein Zentrum der karibischen Kultur und Historie oder einfach eine große, an ausgewählten Stellen hübsch hergerichtete Kulisse. Der Standort unserer Unterkunft fasst es eigentlich gut zusammen. Wir haben uns für 4 Nächte bei Felipe und Odaly einquartiert und ihre Wohnung befindet sich zwei (2) Querstraßen vom Capitolio (markantestes Wahrzeichen Havannas; große Kuppel + weißer Marmor) und eine (1) Straße von den luxuriösesten Hotels Havannas und berühmtesten Bars (El Floridita; Stichwort: Hemingway) entfernt. Obwohl in so nobler Umgebung würde man denken, dass sich hier kein Tourist hin verirren würde, da die Fassaden schon vor Jahrzehnten zu bröckeln angefangen haben und die Straßen von Unrat übersäht sind. Zugegeben: Abgesehen von uns sind auch keine Touristen zu sehen. Es ist wohl auch das letzte zentrale Armenviertel Havannas. Die anderen sind schon in die Randbezirke gedrängt worden.

Havanna hat also eine schöne Seite (manchmal schwer zu finden, aber manchmal auch nicht) und mehrere von denen, die im Reiseführer mit „morbidem Charme“ beschrieben werden. Elisa ist vom Ersteindruck nicht überzeugt, aber nachdem es am zweiten Tag u.a. zum Hotel Nacional ging (wieder einmal ein Wahrzeichen Havannas mit prominenter Historie) und wir dort im Schatten die Mittagshitze umgingen und uns von livrierten Kellnern den Kaffee servieren ließen, wurde es schon etwas besser. Auch das Botschaftsviertel mit den kolonialen Villen und den baumbeschatteten Bürgersteigen gefiel zunehmend. Zu guter Letzt ging es zum José Martí Denkmal und zum Konterfei Che Guevaras.

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